Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz

P14: Schwule Nonnen im Kloster

Antoni Zawol

Samstag, 10. Oktober 2026

19:00 Uhr

3. Stock

Tickets

Bei P14, dem Jugendtheater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, bringen Jugendliche ihre eigenen Themen mit. Sie entscheiden, was sie auf der Bühne zeigen und welche Form es annimmt. In Schwule Nonnen im Kloster beschäftigt sich Antoni Zawol mit der Frage, wie Glaube, Familie und queere Identität zusammen spielen und was passiert, wenn ein Ort der Unterdrückung zum Schutzraum wird.

Sechs Jugendliche outen sich bei ihren Eltern und werden für eine Woche in ein radikales Konversionsprogramm in ein Kloster geschickt. Zu ihrer Überraschung ist das Kloster nur eine Attrappe, erschaffen von einer Drag-Mutter-Oberin, um queere Jugendliche zu schützen. Innerhalb der Woche konfrontieren die sechs ihre Queerness sowie ihre Beziehung zu Religion und Familie – und müssen dabei lernen, mit sich selbst klarzukommen.

Für Schwule Nonnen im Kloster übernimmt Antoni zum ersten Mal die Regie. Gemeinsam mit Amadou, die schon länger bei P14 spielen und gerade erst die Schule beendet haben, geben sie einen Einblick darüber, wie sie zu P14 gekommen sind.

Was macht ihr, wenn ihr nicht im Theater seid?

Antek: Ich habe gerade mein Abitur abgeschlossen und versuche meinen Weg im Leben zu finden. Außerdem singe ich viel – zurzeit bilde ich mich im klassischen Gesang aus, aber ich singe auch in einer Rockband.

Amadou: Tanzen.

Warum möchtet ihr Theater machen?

Antek: Theater war schon seit der Kindheit eine große Leidenschaft für mich. Ich liebe es, von kreativen und künstlerisch begabten Menschen umgeben zu sein.

Amadou: Ich mache gerne Theater, weil ich dadurch den Mut erhalte, jemand anderes zu sein als ich selbst und neue Blickwinkel auf mich selbst und meine Mitmenschen einnehme. Theater ist der einzige Ort, wo ich das Gefühl habe, eine starke Stimme zu haben.

Antek, du hast das Stück Schwule Nonnen im Kloster genannt. Wie ist die Idee dazu entstanden und was steckt von euch darin?

Antek: Die Idee kam mir, als ich das erste Mal ein Stück von P14 gesehen habe und der Aufbau der Bühne mir ein Bild von einer Nonne im glitzernden Ordensgewand in den Kopf geworfen hat. Daraus hat sich dann der Rest entwickelt. Das Stück ist für mich eine selbstreflektive und persönliche Auseinandersetzung mit queeren Identitäten und Erfahrungen.

Amadou: Ich werde Choreografien für das Stück entwickeln und hoffe, Spuren meiner Sprache, dem Tanzen, im Stück zu hinterlassen, um das Erzählte zu bereichern.

P14 ist das Jugendtheater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seit über 30 Jahren entscheiden hier junge Theaterschaffende. Um Teil von P14 zu werden, schreibt eine E-Mail an P14@volksbuehne-berlin.de.

Team

Bühne

  • Antonia Gerk

Choreografie

  • Amadou Struck

Kostüm

  • Mia Sengchanh-Tillessen

P14 - Leitung

  • Vanessa Unzalu Troya

Text, Regie

  • Antoni Zawol

Technische Leitung

  • Amelie Boitz
  • Veit Mahnert

Aufführungen