Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz
House of Hopes, Video: Loretta Fahrenholz und Abdulmonim Twebti
Foto: Bahar Kaygusuz
Foto: Bahar Kaygusuz
Foto: Bahar Kaygusuz
Foto: Lilli Kuschel
Foto: Bahar Kaygusuz

Öffentliche Probe: House of Hopes

Rimini Protokoll: Stefan Kaegi, Daniel Wetzel

Öffentliche Generalprobe

dt. und engl. Tour verfügbar

Dauer: 2 h 20 min

Samstag, 26. September 2026

19:45 Uhr

Große Bühne

Am 7. Oktober 1989 wird auf der Karl-Marx-Allee der 40. Jahrestag der DDR mit einer Militärparade gefeiert. Zeitgleich versammeln sich im Seitenfoyer der Volksbühne Vertreter*innen aller Ostberliner Theater. Einen Monat später wird daraus eine der größten Demonstrationen der deutschen Geschichte mit rund einer Million Menschen.

Aber nicht nur in Berlin scheint Ende der 1980er Jahre eine Hoffnung auf mehr Mitbestimmung und wirtschaftliche Eigenständigkeit greifbar: Aus Afghanistan ziehen sich die letzten sowjetischen Truppen zurück. In China sind zehntausende Student*innen auf der Straße. In Namibia wird zum ersten Mal frei gewählt. Und in Südkorea beginnt die Aufarbeitung von 26 Jahren Militärdiktatur. Rund um den Erdball breitet sich das Gefühl aus, dass Mehrheiten ihre Regierungen zur Vernunft bringen könnten. Mehr Bewegungs- und Redefreiheit, aber auch mehr Teilhabe scheint möglich.

In House of Hopes begibt sich das Publikum auf die Spuren des damaligen Aufbruchs und auf eine Hausbegehung, die im Kassenfoyer beginnt und über Treppen und Foyers durch die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in die Gegenwart führt. Die Architektur des Hauses wird zum Schauplatz für zehn autobiografische Erzählungen aus Ländern rund um den Erdball. Hoffnungsvoll fragen sie nach der Esperanza in der Kampagne gegen die Diktatur Pinochets, der Speranță auf Freiheit nach der Hinrichtung der Ceaușescus, erinnern an die Nadzieja der Gewerkschaftsbewegung in Polen oder an den Omid auf einen weniger grausamen iranischen Staat nach dem Tod Khomeinis.

House of Hopes setzt die Fluchtlinien des historischen Wendepunkts 1989 in eine Gegenwart fort, in der die vereinende Kraft der Hoffnung gesucht wird und zur Debatte steht: Warten wir ab, wenn wir hoffen, oder machen wir möglich?

Eine Koproduktion von Rimini Apparat und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Hinweis:
Bitte beachtet, dass während dieser Probe Foto- und Videoaufnahmen zu Dokumentations- und Werbezwecken gemacht werden. Mit dem Betreten des Veranstaltungsortes erklärt ihr euch mit der eventuellen Veröffentlichung dieses Materials einverstanden. Vielen Dank für euer Verständnis!

Besetzung

mit

  • Anoush Azizi
  • Till Gedack
  • Vera Jonas
  • Nataly Jung-Hwa Han
  • Israel Kaunatjike
  • Joanna Kusiak
  • Corey Scott-Gilbert
  • Sir Henry
  • Verónica Troncoso
  • Zhu Yuan
  • Homan Wesa

im Video

  • Anca Berlogea-Boariu

Team

Konzept, Regie

  • Stefan Kaegi
  • Daniel Wetzel

Bühne, Kostüm

  • Lili Anschütz

Videodesign

  • Grit Schuster

Musik, Sounddesign

  • Nikolas Neecke

Licht

  • Denise Potratz
  • Kevin Sock

Dramaturgie

  • Juliane Männel
  • Aljoscha Begrich

Dramaturgie Volksbühne

  • Johanna Höhmann

Produktionsleitung Rimini Protokoll

  • Monica Ferrari

Mitarbeit Videodesign

  • Stefan Korsinsky

Mitarbeit Sounddesign

  • Florian Wulff