Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz

A Friend in Berlin

mit Wang Tuo und Sim Chi Yin

Screening und Gespräch

auf Englisch

Donnerstag, 5. November 2026

19:00 Uhr

Grüner Salon

A Friend in Berlin ist eine Veranstaltungsreihe, die die Fellows des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und ihre Verbindungen zur Stadt in den Mittelpunkt stellt. Im Zentrum steht das Format einer Begegnung und eines Gesprächs mit einer*m alten Freund*in oder einer neuen Bekanntschaft, mit jemandem, der bereits länger in Berlin lebt oder erst vor Kurzem in die Stadt gekommen ist. In Gesprächen, Lesungen, Screenings und Performances kommen Künstler*innen zusammen, um ihre Praktiken und Geschichten zu teilen, Gedankenlinien nachzugehen, gemeinsame Interessen zu entdecken und unterschiedliche Weisen zu betrachten, wie sie in Berlin verortet und mit der Stadt verbunden sind.

Die erste Veranstaltung der Reihe bringt die Künstler Wang Tuo (Fellow Bildende Künste 2026) und seinen langjährigen Freund Sim Chi Yin zusammen, der seit 2024 in Berlin lebt. Gemeinsam verfolgen sie die Verbindungen zwischen ihren künstlerischen Praktiken und reflektieren darüber, wie sie sich mit herausfordernden Geschichten und historischen Erfahrungen auseinandersetzen und Wege finden, darüber mit Menschen zu sprechen, die außerhalb dieser Erfahrungen stehen. Die Veranstaltung beginnt mit einem Screening von Wang Tuos jüngster Arbeit Ratchet Drill (2026), gefolgt von einem Gespräch, das sich anhand einer Auswahl von Arbeiten beider Künstler entfaltet.

Wang Tuo (geboren in Changchun, China) verbindet historische Fakten, kulturelle Archive, Fiktion und Mythologie zu spekulativen Erzählungen. Seine künstlerische Praxis versteht er als eine Form des Romanschreibens: Er interveniert in historische literarische Texte und kulturelle Archive, um Geschichten zu entwerfen, die die Grenzen zwischen Zeit und Raum, Fakten und Imagination verwischen. In Film, Performance, Malerei und Zeichnung setzt sich der Künstler auf eindringliche Weise mit der modernen chinesischen und ostasiatischen Geschichte auseinander.

Sim Chi Yin (geboren in Singapur) nutzt künstlerische und archivische Interventionen, um Geschichtsschreibungen und koloniale Narrative zu hinterfragen und zu verkomplizieren sowie transgenerationale Erinnerung zu erforschen. Ihre Praxis bewegt sich zwischen fotografischer und filmischer Installation und Performance. Dabei verbindet sie persönliche und familiäre Geschichten mit geopolitischen Zusammenhängen und macht Verbindungslinien zwischen kolonialen und gegenwärtigen politischen Praktiken sichtbar.

Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

Weitere Informationen und aktuelle Hinweise zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des Berliner Künstlerprogramm des DAAD oder auf Instagram unter @daad_artists.