Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz

Militantes Kino wird oft mit antikolonialen Bewegungen und Befreiungskämpfen der 1960er und 1970er Jahre verbunden. Doch die Beweggründe sind aktueller denn je: Krieg, Besatzung, Autoritarismus und der Kampf um die Kontrolle von Bildern.

Im Gespräch mit sudanesischen Filmemacher Talal Afifi fragen wir, was militanter Film heute bedeuten kann – nicht als Genre oder visueller Stil, sondern als Beziehungen zwischen Filmemachenden und den Communitys, mit denen sie arbeiten, zwischen Bildern und ihren Geschichten sowie zwischen Produktion, Finanzierung, Präsentation und politischer Verantwortung.

Begleitet wird das Gespräch mit Filmausschnitten sudanesischer Filme, die über das reine Zeugnis hinausgehen und zu Formen kollektiver Erinnerung, Verweigerung und politischer Handlungsmacht werden können.

Talal Afifi ist sudanesischer Filmkurator und Produzent. Er gründete die Sudan Film Factory und das Sudan Independent Film Festival und setzt sich seit vielen Jahren für die Förderung unabhängigen sudanesischen Filmschaffens ein. Zu seinen jüngeren Produktionen gehört der Dokumentarfilm KHARTOUM (2025).

In kuratorischer Zusammenarbeit mit Sudan Film Factory.