Hören: Villagers, Iceage, stargaze

stargaze orchestral – From Bach to Greenwood. Mit Kompositionen von David Longstreth (Dirty Projectors) und Mica Levi (Micachu and the Shapes). DJ ab 19 Uhr im Rechten Seitenfoyer: Mr Freeze


Ein Wochenende im Dezember, eine Bühne in Berlin-Mitte und 14 Musik-Performances aus dem Spannungsfeld zwischen revitalisierter Klassik, elektroakustischem Pop und Folk markieren die Eckpunkte eines Musikfestivals, das so thrilling, so schlüssig und so diesseits eingetretener, lange nicht mehr hinterfragter Festival-Pfade liegt, dass man von einem potenziell wegweisenden Musikereignis für Berlin sprechen muss.

Das Finale am Sonntag widmet sich potenziell wegweisenden Kollaborationen – die sensationelle dänische Punk-Noir-Band Iceage, deren Sound dynamisch zwischen The Gun Club, den Bad Seeds und Joy Division oszilliert, wird erstmals in Berlin im ungewohnten Dialog mit stargaze performen. Der Aufeinanderprall zweier Welten verspricht ein intensives, inspirierendes Hörerlebnis, paart es doch den hypnotisch-existenzialistisch drängenden Gesang Elias Bender Rønnenfelts mit dem artifiziellen, instrumentalen Beitrag von stargaze. Es ist, als ob Alexander Kluges berühmter Satz, wonach es sich lohnt, „mit der Subway Map von Brooklyn im Harz zu orientieren“, auf die Wirklichkeit der stargaze Konzertbühne überführt wird. Kennengelernt haben sich die Musiker von stargaze und Rønnenfelt dieses Jahr beim Haldern-Popfestival. De Ridder: „stargaze ist geprägt davon, dass wir mit allen möglichen Musikern zusammenarbeiten. Deshalb stehen an diesem Abend auch The Villagers aus Irland gemeinsam mit stargaze auf dem Programm, mit denen wir auch neue Arrangements des amerikanischen Komponisten Nico Muhly spielen.“ Auch David Longstreth von den Dirty Projectors ist am Abend der potenziell wegweisenden Kollaborationen mit einem Stück für Doppelstreichquartett mit dem Titel „Michael Jordan“ dabei — der sich damit neben u.a. Felix Mendelssohn in die extrem kleine Liste derjenigen Komponisten eingetragen hat, die überhaupt für diese Besetzung Stücke geschrieben haben. De Ridder: „Er benennt seine Stücke immer nach Sportlern, die im Pop-Kontext so aufgeladen sind, dass im Zuge dessen auch etwas mit der Musik passiert. Als ob sie so anschlussfähiger wird.“

Max Dax

  

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stargaze orchestral Tag 1
stargaze orchestral Tag 2

Tickets kosten pro Abend 28,- Euro bzw. 22,- Euro (ermäßigt).

stargaze orchestral in Kollaboration mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin wird durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds realisiert.

 

 

 

 

 

 
Medienpartner:

                                         
                                             
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