Wer weint, wird erschossen

nach Swetlana Alexijawitsch´s "Die letzten Zeugen"


Während des Zweiten Weltkriegs starben rund 13 Millionen Kinder. Die überlebten, haben Dinge gesehen und erlitten, die niemand, erst recht nicht Kinder, sehen und erleiden dürften. Auch nicht heute. Deutsche Soldaten sind wieder im Krieg, sehr weit weg... Der in Vergessenheit geratene Philosoph, Arzt und Theologe Albert Schweitzer forderte zu Lebzeiten ein „Denken, in dem die Gesinnung der Ehrfurcht vor dem Leben zur Macht kommt...“: „Ist die Welt, unser Glück oder gar die ewige Harmonie zu rechtfertigen, wenn in ihrem Namen auch nur eine einzige Träne eines unschuldigen Kindes vergossen wird? Und antwortete darauf: Nein, kein Fortschritt, keine Revolution kann diese Träne rechtfertigen. Kein Krieg. Sie wiegt immer schwerer. Nur eine einzige Träne…“ (nach Dostojewski)
In einer Serie von drei aufeinander folgenden Abenden, erzählen Darsteller des Jugendtheaters P14 Kindheitserinnerungen an den Einmarsch der Deutschen in Weißrussland. Die Sehnsucht nach Frieden wird in den Texten Schweitzers gespiegelt.

  


Regie: Axel Wandtke

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