Sehen: Ich will mich nicht künstlich aufregen

Film von Max Linz. Filmpremiere


Könnte man nicht auch die Spielfilme mal beim Wort nehmen? Könnten die, die da reden, wirklich meinen, was sie sagen? Asta Andersen ist Kuratorin und bereitet eine Ausstellung über den Zusammenhang von Kino, Kunst und Politik vor. Durch Äußerungen in einem Radio-Interview verscherzt sie es sich mit ihren Geldgebern, öffentliche Mittel werden auf Eis gelegt.
Ich will mich nicht künstlich aufregen handelt von gegenwärtigen Verhältnissen zwischen Film, Visual Culture, Medienöffentlichkeit und -politik, wie sie sich in den Stadtraum Berlin und die Biographien seiner Bewohner einschreiben. Der künstlerische Film ist zu einem ästhetischen Sperrgut geworden, dessen Ort permanent in Frage gestellt wird. „Hier geht’s nicht mehr, leider.“ „Hier aber auch nicht!“ Warum eigentlich? In „Ich will mich nicht künstlich aufregen“ geht es nicht um die Entscheidung zwischen scheinbaren Alternativen (Kino oder TV, Black Box oder White Cube), nicht um Distinktion, sondern um die Integration audiovisueller Ausdrucksformen in einen medialen Zusammenhang, der vom Kino über das Fernsehen in die Volksbühne reicht.

„Der beste deutsche Film der Nachkriegszeit (also seit 1989).“ (Junge Welt)

Ich will mich nicht künstlich aufregen (D 2014, 84 Min.)
Mit: Sarah Ralfs, Pushpendra Singh, Franz Beil, Franz Friedrich, Kerstin Grassmann, Hannelore Hoger, Luis Krawen, Barbara Heynen, Daniel Hoevels, René Schappach, Nina Tecklenburg, Nele Winkler, Hamza Chehade u.a.

Buch/Regie: Max Linz
Szenografie: Jil Bertermann & Merle Vorwald
Kostüme: Pola Kardum
Kamera: Carlos Andrés Lopéz
Licht: Catalina Fernández
Ton: Jaime Guijarro Bustamante
Musik: Tamer Fahri Özgönenc
Schnitt: Max Linz & René Frölke
Produktion: Maximilian Haslberger

Im Verleih von arsenal-distribution.
Kinostart am 08.01.2015.

Tickets kosten 8,- Euro bzw. 6,- Euro (ermäßigt).   

Ich will mich nicht künstlich aufregen (Asta Upset) - Trailer from Amerikafilm on Vimeo.

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