Zur Zeit keine Vorstellung. Demnächst wieder auf dem Spielplan.

Abgeguckt - Laufbildabende

Mit Alejandro Bachmann, Bernd Schoch, André Siegers, Jan Peters und Mad Angus


Bilder lassen sich nicht aufklären, sie wollen nur erobern, hinaus aus dem Kino, hinein ins Leben. Dahinter steckt noch nicht einmal ökonomisches Kalkül. Nur Expansion. Die Geschichte der Filmtheorie ist nichts als eine gescheiterte Zivilisationsgeschichte, gestehen wir also den Bildern das Barbarische zu, lassen wir uns von ihnen überwältigen. Geben wir den Bildern die Bilder zurück. Bachmann, Schoch und Siegers servieren ausgewählte Film- und Bewegtbildfragmente, um in eben dieser Form eine Antwort darauf zu erhalten – von ihren Gästen.

#1 - Der Point of View Shot

Wollten sie immer schon mal wissen, wie ein Brot auf die Welt schaut? Die neue Bewegtbildreihe „Abgeguckt“ redet am 28.10. mit dem Filmemacher Jan Peters über den subjektiven Blick eines Graubrots und versucht gemeinsam mit dem Publikum der Frage nachzugehen, was der Point of View Shot eines Gebäcks über den Spätkapitalismus zu verraten hat. Entlang der Filmgeschichte und dem digitalen Äther des World Wide Web sollen unterschiedliche Erscheinungsformen der subjektiven Kamera in ihrem Weltbezug diskutiert werden. Deutlicher als bei anderen filmischen Einstellungen stellt sich hier nämlich nicht nur die Frage nach dem, was wir sehen, sondern wer da eigentlich auf die Welt blickt und wie. Letztlich ist der Point of View Shot dann vielleicht mehr eine Frage der Einstellung als eine Einstellung. Für den musikalischen Standpunkt zeigt sich an diesem Abend Mad Angus verantwortlich.

Jan Peters (*1966) ist Filmemacher, Produzent und Hörspielautor. Er studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und war dort Mitbegründer des Filmemacherkollektivs "Abbildungszentrum". Neben seinem Langzeitprojekt "Ich bin...", für das er lange Zeit ausschließlich Super-8-Material verwendete, drehte Peters zahlreiche preisgekrönte Kurz- und Langfilme. Außerdem realisierte er Hörspiele fürs Radio und im November 2011 die Theaterperformance "Ausflug nach Kohlhasenbrück" am Maxim Gorki Theater. Zuletzt produzierte er den Kurzfilm HUNDEKOPFTEE (D/CH 2014) von Marie-Catherine Theiler und hatte als Filmemacher ein Stipendium am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung,) in Genf.

Tickets kosten an unseren Billettkassen 8,- Euro bzw. 6,- Euro (ermäßigt).   

Abgeguckt #5 - Hors-champ from Volksbühne Berlin on Vimeo.

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