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Kokain

Frank Castorf inszeniert "Kokain" nach dem Roman von Pitigrilli


Rom. Zwanziger Jahre. Der Journalist Tito Arnaudi soll über eine Hinrichtung schreiben. Dummerweise verpasst er den Termin und schreibt aus seiner mit Kokain beflügelten Fantasie: Der Artikel sorgt für einen reißenden Absatz der Zeitung. Nur: Die Hinrichung hat nicht stattgefunden. Was soll es; den Chefredakteur freut der Verkaufserfolg, und da nimmt er es mit der Wirklichkeit nicht so genau. So beginnt die Erzählung des Juristen und Journalisten Dino Segre, der unter dem Pseudonym Pitigrilli schrieb. Nach seinem Erscheinen wurde der Roman immer wieder verboten. Er spielt kokett mit den Reizthemen von damals: Rausch und Prostitution. Eine Agonie des Erotismus. Im Januar 2004 inszenierte Frank Castorf den Skandalroman unter dem Titel „Kokain“, der kapitalistischen Droge schlechthin. Sie soll zu Leistungen verhelfen, zu denen niemand fähig ist. Sie soll die Anwesenheit im Jammertal verschönern, ohne das man es verlassen oder verändern müsste. Schon Fassbinder plante die Verfilmung des Stoffes. Ihm kam leider sein Tod dazwischen. Die Bühne für Castorf baute der Künstler Jonathan Meese. Seine Riesenskulptur auf der Drehbühne schließt die Zukunft mit dem Mittelalter kurz, ein versenkter Panzerkrauzer in Form eines Eisernen Kreuzes mit tausend Einblicken, auf dem Vulkane lodern …

  

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Mit: Kathrin Angerer, Hendrik Arnst, Brigitte Cuvelier, Rosalind Baffoe, Sir Henry, Marc Hosemann, Kurt Naumann Skubowius, Jörg Neumann, Irina Potapenko, Silvia Rieger, Alexander Scheer und Jeanette Spassova

Bearbeitung und Regie: Frank Castorf
Bühne: Jonathan Meese
Kostüme: Barbara Aigner
Musik: Sir Henry
Video-Bildregie: Jan Speckenbach
Kamera: Andreas Deinert
Dramaturgie: Carl Hegemann

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