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Kenneth Goldsmith: Uncreative Writing

Buchpremiere. Swantje Lichtenstein im Gespräch mit Kenneth Goldsmith


In einer Welt, in der jeder Text überall und sofort verfügbar ist, geht es immer weniger um das Schaffen von Neuem als den Umgang mit vorhandenem Text. Kenneth Goldsmith fordert daher, die Möglichkeiten des Internets ernst zu nehmen, die unser Schreib- und Leseverhalten radikal verändern. Inspiration und Expression gehören der Vergangenheit an. Goldsmith fordert das Plagiat und bewusste Unkreativität als radikale Strategien zur Erweiterung der Literatur, die sich seit den Experimenten der klassischen Moderne nicht mehr weiterbewegt hat. Im Gegensatz zum Kulturpessimismus, der Internet und Digitalisierung als Gefahr für die Literatur sieht, heißt er die digitale Welt enthusiastisch willkommen. Kopieren, Programmieren, Automatisieren sind die neuen literarischen Werkzeuge, ihre Genres heißen Plagiat, Remix, Appropriation.  

Kenneth Goldsmith, geboren 1961 in Freeport, Long Island, ist Konzeptkünstler, Dichter und Literaturwissenschaftler. Er lehrt an der University of Pennsylvania Uncreative Writing und Interventionist Writing und erregte international Aufmerksamkeit durch sein Kunstprojekt Printing Out the Internet und seine revolutionäre Poetik. Zu seinen wichtigsten Werken gehören neben Uncreative Writing die Textsammlung Against Expression: An Anthology of Conceptual Writing. 

Swantje Lichtenstein, (Sound) Autorin, Künstlerin, Übersetzerin, Professorin für Text und Ästhetische Praxis an der Hochschule Düsseldorf. Gemeinsam mit Hannes Bajohr übersetzte sie »Uncreative Writing« für Matthes & Seitz ins Deutsche

Moderation: Swantje Lichtenstein
In Kooperation mit Matthes und Seitz Berlin
 

Tickets kosten 10,- Euro bzw. 6,- Euro (ermäßigt).

  

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