Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
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Hören: Miscontinuum

Jan St. Werner (Mouse On Mars), Kathy Alberici (Small But Hard), Taigen Kawabe (Bo Ningen). DJ ab 19 Uhr im Parkettcafé: Jochen Arbeit


Miscontinuum ist eine von Jan St. Werner (Mouse On Mars) über den Zeitraum von vier Jahren komponierte elektronische Goth-Oper, die mit Klischees und Genres spielt, ohne sich vollends auf diese zu beziehen. Die Begriffe „Goth“ und „Oper“ sind nicht bestimmend, können eher als Koordinaten angeführt werden zwischen denen sich mit Miscontinuum ein dunkles, großes und schwer zu fassendes musikalisches Werk entfaltet. Es ist ein Experiment, welches seinen psychedelischen Klangentwürfen, ummantelt von einem düsteren Film, Spielraum bietet, ohne sich einordnen zu müssen. Gewisse Parallelen zur Oper finden sich aber doch, beispielsweise in den zwischen den einzelnen Stücken verwobenen Erzählsträngen, die das Werk durchziehen, von Markus Popp (Oval) geschrieben und Earth Sänger Dylan Carlson eingesprochen wurden. Der Erzähler springt dabei zwischen den Zeiten, schwankt zwischen Zukünftigem und Vergangenem und spiegelt darin auch den Gedanken von Miscontinuum wieder: Musik ebenso wie Zeit können nicht als linear betrachtet werden. Den Hörer lässt dies wie aus der Zeit gefallen, lässt ihn zwischen gesprochenen Passagen und den von Jan St. Werner wie im Fieber über-, an-, gegen- und nebeneinander geschichteten Klängen pulsieren. Für den performativen Part des Projekts konnte Werner in der mehr als vierjährigen Schaffensphase mit Kathy Alberici und Taigen Kawabe zwei sich bereits vertraute Ausnahmekünstler gewinnen.

Visual Concept: Zoya Bassi
Kostüme: Cristina Del Yelmo

Tickets kosten 22,- Euro bzw. 18,- Euro (ermäßigt).

  

Jan St. Werner - Miscontinuum (Live at LSO St. Luke's) from Thrill Jockey Records on Vimeo.

Medienpartner:

         

 

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