Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
  Video starten
Sie befinden sich hier: volksbuehne-berlin.de | Deutsch | Spielplan | Exodus

Exodus

Terrorkampagne mit Musik nach DJ Stalingrad – in der Fassung von Thomas Martin


DJ Stalingrad (d.i. Pjotr Silaew, geb. 1985, staatenlos und von Rußland per internationalem Haftbefehl gesucht) ist Autor und Figur einer Erzählung von Gewalt und radikaler Schönheit. Eine Konstruktion, die Chaos, Terror, Pop und Punk vereint wie keine zweite. EXODUS ist Entwicklungsroman und zugleich ein Manifest der Selbstbestimmung. Ein Aufstand gegen die Surrogate des Oligarchenkapitalismus und die gnadenlose Verwertung von Mensch und Idealen. Silaews Figuren rennen bis zur Besinnungslosigkeit dagegen an. Sie suchen ihren Platz im Leben – sie suchen ihre Identität. Sie befinden sich permanent im Angriff, ständig auf der Flucht.

„Es gibt keine Gesetze und Regeln, alle Gebote sind überholt, der Böse benutzt sie, um dich unter Kontrolle zu halten. Du brauchst nur einen Fehler zu machen, deine Identität preiszugeben – und du bist abgeschrieben.“

Die letzte Generation der sowjetisch Geborenen tritt nach dem Kollaps des totalitären Staatengefüges als extremer Wiedergänger des Überflüssigen Menschen auf, wie Turgenjew, Dostojewski und Tschechow ihn beschrieben haben. Der Wiedergänger gründet Antikollektive, Cliquen, Gangs und Banden. Der Bürgerkrieg setzt sich als Roadmovie fort, die Bande ist zur Band auf die Essenz geschrumpft. Sie bewegt sich im Geist der Musik nach Nietzsche, Marx und Motörhead, ihr Messias nennt sich Jesus-Jesus Allin und predigt den Hardcore.

„Wir sind die Listigsten, die Aktivsten, die Unverschämtesten. Wir sind die Koliken im Enddarm der Zivilisation. Wir sind die neuen Barbaren. Die Zukunft Europas, die natürliche Hoffnung der Welt.“

Nachdem Frank Castorf seine Inszenierung der BRÜDER KARAMASOW mit Auszügen von EXODUS durchschossen hat, bringt Sebastian Klink den kompletten DJ auf die Bühne. Vier Clowns und Protagonisten des Terrors, vier Attentäter auf den Zeitgeist, die die Verhältnisse zum Tanzen bringen. Sebastian Klink inszeniert einen furchtbar aktuellen Stoff mit Alexander Scheer in der Hauptrolle, und zur Musik der eigens für diesen Anlaß gegründeten Combo namens The New World Order.

Tickets kosten 25,- Euro bzw. 15,- Euro (ermäßigt), Premiere 30,- Euro bzw. 15,- Euro (ermäßigt).

Spieldauer: 2 Stunden 15 Minuten   

Mit: Alexander Scheer, Rouven Stöhr, Patrick Güldenberg, Margarita Breitkreiz und Axel Wandtke

Musik: The New World Order, Kriton Klingler, Conner Rapp, Mathias Brendel

Regie: Sebastian Klink
Raum: Bert Neumann
Bühne: Gregor Sturm
Kostüme: Gregor Sturm
Licht: Hans-Hermann Schulze
Videokonzeption: Konstantin Hapke, Nicolas Keil
Kamera: Simon Baumann
Musikalische Leitung: Kriton Klingler
Ton: Christopher von Nathusius

Schwarze Serie

Exodus (nach DJ Stalingrad; Regie: Sebastian Klink) | Teaser from Volksbühne Berlin on Vimeo.

Teaser: www.stagebrothers.com

//