Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
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Der Meister und Margarita

Frank Castorf nach dem Roman von Michail Bulgakow


Michail Bulgakow (1891 – 1940) wusste, was es heißt, als Schriftsteller gedemütigt zu werden, denn er wurde von der stalinistischen Bürokratie und Zensur gebeutelt. Bis zu seinem Tod arbeitete Bulgakow an einem großen Racheroman – für die Schublade (oder für Stalin als einzigen Leser), ohne jede Aussicht auf Veröffentlichung zu Lebzeiten. Erst 1966 durfte der Roman zensiert veröffentlicht werden. Seitdem gehört er zur Weltliteratur. Der Teufel selbst ist es, der in diesem Roman stellvertretend Rache übt für die erlittene Schmach des Dichters, indem er mit seinen Kumpanen in Moskau einzieht und das profane und bürokratische Leben dort auf phantastische Weise in einen mörderischen Albtraum verwandelt. Bulgakows Roman wird gewöhnlich als Satire auf die zerfallende russische Gesellschaft im Stalinismus gelesen. Dies könnte zu kurz gegriffen sein. Denn hier wird der Zerfall der Realität selbst zum Thema, nicht als satirischer Kunstgriff, sondern ganz ernst.

  

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Mit: Kathrin Angerer, Hendrik Arnst, Rosalind Baffoe, Marc Hosemann, Henry Hübchen, Michael Klobe, Kurt Naumann Skubowius, Milan Peschel, Irina Potapenko, Bernhard Schütz, Joachim Tomaschewsky, Martin Wuttke und Sir Henry

Regie und Bearbeitung: Frank Castorf
Bühne und Kostüme: Bert Neumann
Soundtrack: Sir Henry
Dramaturgie: Carl Hegemann
Video: Jan Speckenbach, Jörg Broksch
Licht: Lothar Baumgarte

Koproduktion mit den Wiener Festwochen

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