Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz
 
 
 
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Reihen

Musikbühne

Nachtrock, Musikzone, Club Neustadt, Musikbühne – Konzerte in der Volksbühne hatten schon viele Namen und viele Gesichter. Zum Spielzeitauftakt 92/93 sorgte der Auftritt der irischen Pub-Rocker The Pogues, Frank Castorfs damaliger Lieblingsband, für ein handfestes Verkehrschaos rund um den Rosa-Luxemburg-Platz. Ein Jahr später errichteten die slowenischen Laibach ihren NSK-Staat auf sämtlichen Bühnen. Seither wird polarisiert und vereint, gerockt und getanzt, experimentiert und improvisiert. Zusammengebracht wird, was nicht zusammengehört. Und sich doch wie selbstverständlich verbindet. Die Musikbühne ist derzeit ein Format, das ca. 2-3 monatliche Konzerte unterschiedlicher musikalischer Genre präsentiert und von Christian Morin (christian.morin@volksbuehne-berlin.de) kuratiert wird.

Highlights der letzten Spielzeiten waren unter anderem:
Daniel Johnston, Cat Power, Joanna Newsom, Sunn O))), Marilyn Manson, Stereo Total, The Fall, Antony & The Johnsons / Coco Rosie, PeterLicht, The Notwist, Gonzales, Gustav & Band, Rufus Wainwright, Pierre Henry, tindersticks, Bob Geldof, Squarepusher, Console, Mouse on Mars, The Monks …


Musikbühne 2011/12

Ausblick:

12.2. Soap&Skin mit Ensemble

7.3. tindersticks

18.3. Out of Chaos feat. Dieter Meier (Yello)

20.3. Cass McCombs - ROTER SALON

25.3. Christiane Rösinger: "Liebe wird oft überbewertet", Musikalische Lesung

9.4. Current 93

22.4. Michael Gira (Swans) - ROTER SALON

und weitere!


Vergangene:

13.1. "Chez Chérie" präsentiert neue Musik von Warren Suicide feat. Berlin String Theory, Oval & Gästen

1.1. Neujahrskonzert: Austra, Touchy Mob

25.12. Bühne als Dancefloor

18.12. Brandt Brauer Frick Ensemble

7.12. Rasende Leichenbeschauer

5.12. Thurston Moore, Carla Bozulich

21.11. Hans Unstern & Band, Jolly Goods

6.11. Veronica Falls (Roter Salon)

27.10. Aufgang (feat. Francesco Tristano)

16.10. Melvins

10.10. Die künstlichen Paradiese. LIVE: Anne Clark, Tarwater, Mariahilff

3.10. Hauschka & A Winged Victory For The Sullen

18.9. Apparat Organ Quartet
 

Filmbühne

Seit April 2004 gibt es die Filmreihe der Volksbühne. Erst unter dem Namen Filmzone, heute heißt sie Filmbühne.
Die Filmbühne zeigt hungriges Kino aus Deutschland, alles Premieren oder Previews, ein Programm, komplett subjektiv ausgewählt nach Brisanz, nach Relevanz, immer auf der Suche nach Filmen, die den gesellschaftlichen künstlerischen Diskursrahmen der Volksbühne aufgreifen, Volksbühnenthemen also, - zuweilen auch mit Volksbühnenstars - die von hier aus in die Hauptstadt strahlen: dokumentarisch, fiktional, experimentell.
Die Aura der Volksbühne verleiht diesen Filmpremieren einen schillernden, seltsam faszinierenden Rahmen, ein spezielles Flair, in dem sich auch eigenwillige, besondere Filme entfalten können. Oft begleiten Partys, Diskussionsrunden, Konzerte die Veranstaltungen.
Kuratiert wird die Filmbühne von Alexandra Engel. alexandra.engel@volksbuehne-berlin.de

Lesebühne

Vom Nachtcafé zur Lesebühne

Von 1992 an wurde der Rote Salon nach und nach, der Zähigkeit der Programmmacher geschuldet, ein fester und beliebter Ort für Lesungen in gelassener Atmosphäre. Zuerst als Programm nach den Vorstellungen gedacht (deshalb Nachtcafé), kristallisierte sich ein Lesepublikum heraus, das eigens den Abend beim Vorlesen verbringen wollte. Lesungen im Theater verlieren nie den authentischen Ort, deshalb seit geraumer Zeit: Lesebühne. Das heißt, dass der Text und damit die Macht des Wortes im Zentrum stehen. Drumherum ist alles möglich: musizieren, Film schauen, Tanz, malen, - alles schon da gewesen. Thematisch gibt es nur eine Grenze: Wir machen nichts, worüber alle reden. Die Vorlieben: Sprachliche und ideelle Extreme, Debüts, Lesungen von Schauspielern und vieles mehr. So kann jede Lesebühne in Erinnerung bleiben.

Die Lesebühne wird von Sabine Zielke kuratiert.

 

Livekritik und Dosenmusik

LET THERE BE POPKRITIK: Es geht um Melodien, Rhythmen, Sprache. Nicht um Schrift. Eine Praxis der Popkritik, die in der konsumorientierten Digitalisierung das Werk wieder ins Zentrum rückt. Wir hören länger zu, wir reden länger als es die Einzeiler in den Online-Foren erlauben. Funktion und Aufgabe der Popkritik kann man lange diskutieren. Man kann es auch tun. Sportlich, weil jede Beschreibung und jeder Gedanke sofort auf das Material stößt - auf die Musik, die wir gerade hören. Mit Zeitlupen- oder Zurückspul-Option, weil die Musik aus der Dose unsere Beweislast ist: live. Das Publikum sieht so einen Möglichkeitsraum der Kritik - vor der Niederschrift, vor dem Posting, vor der Drucklegung. Zusammen mit Jens Balzer von der Berliner Zeitung lädt Tobi Müller jeden Monat einen Gast in den Roten Salon zum Popgespräch. Bei LIVEKRITIK & DOSENMUSIK hört man sich im Trio und in einer thematischen Klammer neue Popmusik an und stellt diese älterer Musik gegenüber. Denn: Pop ist klassisch geworden. Ob die Musik deswegen schon anfängt zu riechen oder nicht, entscheiden wir jedesmal neu.

The Sir Henry Trio

Die Freitagabende im Roten Salon gehören dem Sir Henry Trio. Der namensgebende Bandleader ist dem Volksbühnen-Publikum als Musiker, Komponist und Schauspieler aus vielen Inszenierungen von Frank Castorf, Dimiter Gotscheff und anderen bekannt. Neben Simon Franzkowiak am Bass und Kai Lübke am Schlagzeug (sowie Gelegenheitsgästen) steht Sir Henry an den Tasten auf der Salon-Bühne und spielt 60ies-affinen Bar-Jazz mit Anleihen von Funk, Beat, Bossa und Psychedelia. Nicht selten dienen ihm dabei Songs von Bands wie Nirvana, Arcade Fire oder Add N to (X) als Ausgangsmaterial, aber was das Trio damit macht, geht weit über das Konzept Cover-Version hinaus. Der Eintritt ist frei und der rote Plüsch weich.

doors open 20 Uhr, showtime 21 Uhr

Überstürztes Denken

Diese neue philosophische Reihe etabliert die öffentliche (und eher plötzliche als allmähliche) "Verfertigung der Gedanken beim Reden."

Die Reihe wird kuratiert und präsentiert vom Philosophen Marcus Steinweg: "Es gibt Philosophie nur als Überstürzung, als Hals-über-Kopf-Dynamik und Selbstbeschleunigung des denkenden Subjekts. Statt sich in etablierten Gewissheiten einzuschliessen, um sich der Stabilität der instituierten Realitäten zu versichern, ist das Subjekt der Philosophie ein Selbstbeschleunigungssubjekt, das sich der elementaren Inkonsistenz der Tatsachenwelt öffnet, um in dieser Öffnung seine eigene Inkonsistenz zu erfahren, die elementare Unruhe (das ontologische Fieber), die es in Atem hält. Philosophie ist atemlose Selbstüberstürzung auf die Inkonsistenz aller Realitäten hin."

Jeden 2. Dienstag im Monat.

In Zusammenarbeit mit BQ Berlin

Totengedecke

von und mit Peter Wawerzinek — im Gespräch mit einem lebenden über einen toten Dichter, den wir nicht vergessen haben. Die Lebenden werden bekocht und beköstigt, für den toten Gast wird eingedeckt.